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Früheres Doktorhaus                              Kalenderblatt Februar 2022

Diesen Kothof bewirtschafteten die Schulzes. Der älteste nachweisbare Schulze in Sülfeld hieß Jonas Schulten; er war mit Anna Göttings verheiratet und hatte zwei Söhne. Aus der plattdeutschen Mundart wurde später Schulze (erst 1874 gab es Standesbeamte, bis dahin wurden die meisten Personalien von den Pastoren im Kirchenbuch eingetragen und nach der Aussprache übernommen). Wilhelm Schulze war der letzte Eigentümer, bevor das einzige Kind und Erbin den Bauernhof übernahm. Sie hatte zuvor den Bauern Friedrich Posseyer geheiratet. Weil es drei Posseyer Höfe in Sülfeld gab, wurde dieser Hof Schulze-Posseyer genannt neben dem dritten Hof, welcher unter Tietje-Posseyer lief. Friedrich Posseyer hatte nur eine Tochter Elsbeth. Er selbst starb früh und die Witwe gab die Landwirtschaft auf. Die Tochter heiratete den Arzt Dr. med. Willi Sprenger, Bruder des Land- und Gastwirtes Karl Sprenger. Damit ging das Hausgrundstück mit den Ländereien in das Eigentum von Dr. Sprenger über. Er richtete sich in dem Haus eine Arztpraxis ein (1.10.1925) und praktizierte dort bis zu seinem Tod 1956. Dr. Sprenger hatte einen Sohn. Seine Ehefrau verstarb noch ehe der Sohn in die Schule kam. Die Schwiegermutter, Frau Posseyer, zog den Jungen groß. Der Sohn Reinhold wurde Apotheker und übernahm in Nidda eine Apotheke. Dr. Sprenger lebte nach dem 2. Weltkrieg mit der geschiedenen Frau seines Cousins Ernst Sprenger zusammen. Er vererbte zwar seinem Sohn das Haus, räumte aber seiner Lebensgefährtin das lebenslange Wohnrecht ein. Die Arztpraxis mit Wohnung vermietete Reinhold Sprenger an des Vaters Nachfolger, Dr. med. Gustav Elbe. Dr. Elbe blieb solange in dem Haus, bis er sich ein eigenes im Forstweg baute und fortan dort als Arzt weiterarbeitete. Reinhold Sprenger verkaufte danach das Haus an seinen Cousin Hubert Sprenger, der aber wegen des lebenslangen Wohnrechts seiner Tante dort nie einzog, sondern es auch wieder verkaufte und sich ein eigenes Haus auf dem Grundstück seines Vaters mit seiner ersten Ehefrau Rosemarie baute. Neuer Eigentümer des Hauses wurde Horst Lücke und ist es nach wie vor. (Quelle: Chronik Friedrich Blume)

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