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Schleuse Sülfeld                                      Kalenderblatt September 2022

Am 30.10.1938 wurde mit der Einweihung der Doppelschleuse Sülfeld und des Schiffshebewerkes Rothensee die Osthaltung des Mittellandkanals (MLK) freigegeben. Damit war die Verbindung des westdeutschen mit dem ostdeutschen Kanalnetz hergestellt und eine durchgehende Befahrung vom Rhein bis zur Elbe möglich. Das in Höhe der heutigen Schleusensiedlung nach Osten hin abfallende Gelände erforderte den Bau der Sülfelder Schleusenanlage. Wegen des genau an dieser Stelle beginnenden Abstiegs in das Urstromtal der Aller galt es, den Schiffen die Überwindung des Niveauunterschiedes von 9 Höhenmetern zu ermöglichen. In Richtung Westen setzten die Schiffe ihren Weg auf einer Höhe von 65 m über Normalnull (NN) fort.                                            1 Mio. t Zement, 4 Mio. t Kies und Sand und 1/2 Mio. t  Eisen benötigte man für den Bau der Sülfelder Schleuse, die in der Zeit von 1934 bis 1938 mit einem Kostenaufwand von nahezu 12 Mio Mark erstellt wurde. Das Gesamtbauwerk besteht aus 2 Schleusen, der Nord- und Südschleuse. Zu jeder gehören 6 Spar- kammern und eine Schleusenkammer, die 223 m lang und 12 m breit ist und 27.000 m³ Wasser fasst. Der Abschnitt war damals bereits für das 1000 t Schiff,    80 m Länge, 9 m Breite und 2 m Tiefgang) bemessen. Nach der Grenzöffnung 1990 wurde der Ausbau des MLK als Projekt 17 der "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" fortgesetzt. In diesem Rahmen wurde die Osthaltung des Kanals für Großmotorgüterschiffe (GMS) und Schubverbände bis zu 185 m Länge befahrbar. Die bestehende Doppelschleusenanlage von 1938 genügte den Erfordernissen nicht. Beide Kammern waren zwar 225 m lang und 12 m breit, hatten aber nur eine eingeschränkte Wassertiefe von    3 m und eine Durchfahrtshöhe am Unterhaupt von 4,50 m. Um den Engpass an der Schleuse Sülfeld zu beheben, wurde die südliche Kammer abgebrochen und durch eine neue Schleuse ersetzt. Die Schleuse wurde also komplett erneuert, der Kanal verbreitert und z. T. mit Spuntwänden versehen. Die Verkehrsfreigabe der ca. 70 Mio Euro teuren Südkammer erfolgte am 22. November 2008. 

 

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