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Markuskirche Sülfeld            Kalenderblatt Dezember 2022

 

 

Die Markuskirche

Der Bischof Thietmar von Merseburg erwähnt 1017 ein Wunder samt Fluch-Befreiung durch den Priester „in einem Orte namens Silivellun“ – und damit ist erstmals unser Sülfeld erwähnt. Auch wenn anzunehmen ist, dass es hier vor 1000 Jahren bereits eine Kirche gab, ist sie doch erstmals 1318 im Lehnsbuch von Herzog Otto von Braunschweig urkundlich erwähnt.

Die Kirche gehörte von 1345-1350 zum Adelhof der Herren von Solvelde, die in der Nähe im Quellgebiet der Beeke ihre Wasserburg bewohnten und das Vorwerk bewirtschafteten.  Es ist davon auszugehen, dass die Kirche aus  heimischem Stein der umliegenden Kalksteinbrüche gebaut wurde. Ursprünglich lag der Eingang an der Westseite des Turmes, wurde aber 1919 nach Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an die Nordseite verlegt. In der 2. Hälfte des  15. Jahrhunderts hatte die Kirche einen geschnitzten Flügelaltar bekommen, den die Gemeinde fast 400 Jahre später an das Landesmuseum verkaufte und den jetzigen Altar einsetzte.  Im Jubiläumsjahr 2018 gelang es, im Landesmuseum Hannover ein Foto des Altar-Mittelschreins (die Seitenklappen fehlen) zu erstellen. Ein Fotodruck in fast Originalgröße des alten Altars mit dem Weltgericht, der Apokalypse zum Weltende, hängt nun in der Kirche. 

In das gotische Kirchenschiff gelangt man seitlich unter der Orgelempore. Rechts im Turmbereich ist die Gedenkstätte des ersten Weltkrieges, links geht man auf den Altar zu, der sich hinter einem großen Bogen öffnet, eingerahmt von den vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, die den Besucher von ihren Fensterplätzen anschauen. Das Lesepult befindet sich links und die Kanzel rechts. Der Altar ist aus Resten eines Epitaphs, einer Gedenkstätte für den verstorbenen Georg von der Wense umgestaltet worden. Zwischen zwei Schranken und um zwei Stufen erhöht, geht es zum Altartisch. Im Altarmittelteil ist eine Kreuzigungsgruppe zu sehen: der gekreuzigte Jesus mit seiner Mutter Maria (links) und Johannes, seinem "Lieblingsjünger" (rechts). Unter der Gruppe kann man lesen: Christus ist unser Friede. Die achteckige barocke Kanzel hat Elisabeth Sophia von der Wense 1647 erstellen lassen. Die Kanzel wird von einer Säule getragen und in ihren fünf Feldern sind die vier Evangelisten dargestellt, in ihrer Mitte unterhalb des Pultes der Salvator, der Heiland. Der Taufstein aus dem 19. Jahrhundert ist aus Sandstein gefertigt. Zu den Emporen und zum Turm führt eine Treppe vom Kirchenvorraum. Auf der linken Empore früher auch Prieche genannt, nahmen einst die Mägde und Knechte ihren Platz ein. Von der Treppe geradeaus gelangt man auf die Orgelempore. Die erste Orgel stammte vom Orgelbauer Daniel Albrecht Scottelius (1732), Heinrich Vieth aus Celle erneuerte sie 1886, 1920 wurde sie von Firma Furtwängler & Hammer gründlich überholt. Während eines verheerenden Sturmes im Januar 1954 stürzte der Turm der Kirche in das Kirchenschiff und beschädigte auch die Orgel erheblich, etwa ein Drittel der Orgelpfeifen gingen dabei verloren. Die Orgel von heute hat nur noch wenige originale Teile von Vieth aufzuweisen. Erbaut wude sie von der Fa. Gebrüder Hillebrand Orgelbau in Altwarmbüchen im Jahre 1994/95. Im Jahre 2013 wurde erneut eine große Orgelrenovierung durchgeführt.                                    Quelle: 700 Jahre DIE CHRONIK Markuskirche

  

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