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Haus und Hof Weber / Volk      Kalenderblatt Januar 2022

Dieses Haus liegt etwas versteckt, gehört aber zu den Besonderheiten unseres Dorfes. Wir verraten daher den Winkel, in dem das Haus steht, vorerst nicht. Lt. Kirchenbuch muss dieser Ackerhof Ende des 17. Jahrhunderts (1660) von Johann Tietgen bewirtschaftet worden sein. Tietge hatte 6 Kinder, von denen Henning Tietge (* 2.11.1701) verheiratet mit Anna Catharina Volheins den Hof geerbt hat. Aus Tietge wurde Tietje. Durch Heirat ist es in den Besitz von Andreas Posseyer übergegangen. Sohn Friedrich Posseyer erbte den Hof. Nach Heirat mit Therese Dorothea Wesche ging er über an Sohn Arnold Posseyer, der eine reiche Hoferbin aus Edesbüttel freite und sich daher in Edesbüttel niederließ. Der Hof in Sülfeld wurde verpachtet, letzter Pächter war Landwirt Guttmann. Friedrich Weber kaufte 1933 den Hof (Haus-Nr. 45) von Arnold Posseyer. Der Seitenanbau wurde zunächst als Wirtschaftsraum, Waschküche, Futterlager und Butterdeputat genutzt. Eine kleine Wohnung stand in diesem Anbau zunächst der Familie Pankowski zur Verfügung. Als Vater Pankowski bei einem Polenaufstand 1945 vor der Gastwirtschaft Mohrmann ums Leben gekommen ist, zog Familie Werner Weber (Bruder von Walter Weber, dem Hoferben) mit seiner Familie dort ein. Die Familie wohnte vorher in Berlin, war dort ausgebombt worden und letztlich froh, nach dem Krieg in Sülfeld eine Bleibe gefunden zu haben. Werner Weber war in Sülfeld in den fünfziger Jahren Gemeindedirektor. Der Hoferbe Walter Weber vererbte den gesamten Hof an seine Tochter Birgit, die Reinhard Volk heiratete. Im alten Fachwerkhaus lebt deren gemeinsamer Sohn Jörg mit seiner Familie.  

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