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Das Bärenziehen                          Kalenderblatt März 2022

Die Sülfelder Jungburschen pflegen noch immer einen alten Brauch aus dem 15. Jahrhundert, um den Winter auszutreiben: das Bärenziehen. Hierzu wird im Frühjahr - meist am ersten Samstag im März - schon frühmorgens ein Jungbursche von Kopf bis Fuß mit Stroh"würsten" umwickelt. Vorher wird sein Gesicht geschwärzt, lediglich durch einen "Maulkorb" kann er essen, trinken, sehen und luftholen. Dann wird er an eine Kette gelegt und vom Bärenführer und in Begleitung einer wilden Horde junger Männer mit viel Radau und Peitschenhieben durchs Dorf geführt. Nach der Schneewalzer Melodie - gespielt auf einem Akkordeon - kann dann jedes weibliche Wesen ein Tänzchen mit dem Bären wagen. Das soll das ganze Jahr über Glück bringen. Beim Zug durch die Gemeinde werden Eier, Würste, Getränke und Geld eingesammelt. Die Spenden werden abends in feucht-fröhlicher Runde verzehrt und ausgetrunken. Jungbursche kann jeder unverheiratete Mann werden, allerdings muss er sich unter strengster Geheimhaltung einem ziemlich ekeligen Aufnahmeritual unterziehen, dem sog. Einhänseln, bevor er zum ersten Mal beim Bärenziehen mitmachen darf. 

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